Wettbewerb Neugestaltung Marktplatz und Bohl

Der Vorschlag für die Neugestaltung Marktplatz und Bohl interpretiert den Ort als Nahtstelle zwischen der nördlichen und der südlichen Altstadt. Die Interpretation von Marktplatz und Bohl als repräsentativer Raum der Stadt St. Gallen wird in der Ausgestaltung konsequent verfolgt. Angestrebt wird der grösstmögliche städtische Platz, frei möbliert mit den hierarchisch untergeordneten Nutzbauten. An der Schlüsselstelle, wo Marktplatz, Bohl und Marktgasse räumlich unkoordiniert aufeinandertreffen, wird ein neues zentrierendes Element vorgeschlagen. Ein grosszügiger, kreisrunder Wasserspiegel betont die horizontale und steht über die Marktgasse hinweg der barocken Vertikalität der Kathedrale gegenüber. In seiner schlichten aber repräsentativen Ausgestaltung erzeugt der Wasserspiegel eine leere Mitte und vereint die unterschiedlichen Eigenschaften der umgebenden Platz- und Gassenräume. Einzelne Bäume von mittelgrossem Wuchs und mit mässig lichtdurchlässigen Baumkronen werden gezielt angeordnet. In Bezug zu den Schatten spendenden Bäumen sind mobile Sitzgelegenheiten vorgesehen.

Verfahrensart: Offener Projektwettbewerb

Jahr: 2019

Bauherrschaft: Kanton St. Gallen

Architektur: Forrer Zimmermann Architekten in Zusammenarbeit mit Sandro Agosti