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Strangsanierung mit Ersatz Küchen & Bäder Wohn- und Geschäftshaus

Das Wohn- und Geschäftshaus mit dem gefälligen und währschaften Charme der schweizerischen Architektur aus den späten 1950er Jahren birgt elf Wohnungen unterschiedlicher Grösse sowie Räume für Verkauf und Gastronomie. Durch die wohlproportionierten Grundrisse und die handwerklich sorgfältige Detaillierung entstanden Wohnungen mit einem zurückhaltenden, aber eigenständigen Charakter. Spätere Eingriffe im Zuge individueller Erneuerungen legten eine verunklärende Kruste neuerer Ausbauten über die intakte Struktur des Hauses. In der Sanierung der Küchen und Bäder sehen wir die Chance den Charakter der Wohnungen zu stärken. Die neuen Ausbauelemente sollen sich frei von Sentimentalität auf die ursprüngliche Architektur beziehen und den aktuellen Stand der Bautechnik berücksichtigen. Durch den Rückbau einer nicht tragenden Wand in den grösseren Wohnungstypen erhalten diese eine vielfältig nutzbare Wohnküche.

Die Bodenbeläge in den Nasszellen und Küchen werden in Anlehnung an die ursprünglichen Böden aus kleinformatigen Feinsteinzeugplatten erstellt. Aufgrund seiner Festigkeit verspricht dieses Material geringe Abnutzung und hohe Dauerhaftigkeit. In den Eingangsbereichen werden die stark abgenutzten Parkettböden ebenfalls durch robuste Beläge ersetzt, um den erhöhten Abnutzungserscheinungen des Übergangsraumes gerecht zu werden.

 Zudem bietet der Ersatz der Bodenbeläge im Erschliessungsbereich den Vorteil, dass allfällige Versorgungsleitungen über den Bodenbelag geführt werden könnten. Für die Wandbeläge in den Nassbereichen kommen einfache und vielfach bewährte Steingutplatten in Weiss zum Einsatz. Im Zuge der Erneuerung werden die bestehenden Sanitärapparate durch neue, zeitlos klassische Apparate in weisser Sanitärkeramik ersetzt. Zu beachten ist dabei, dass aktuell die Badewannen die Mindestanforderungen der PWG unterschreiten. Ein Ersatz durch Duschwannen lässt keine räumliche Verbesserung erwarten, zumal die Wandanschlüsse durch die Fenster bestimmt werden. Hingegen könnte aufgrund der ausreichenden Raumtiefe eine breitere Badewanne verwendet werden. Bei den Armaturen wird insbesondere auf zeitgenössische, Wasser sparende Technologie geachtet.

Status: in Arbeit

Verfahrensart: Planerwahlverfahren auf Einladung

Jahr: 2021-2024

Bauherrschaft: Stiftung PWG, Zürich

Architektur: Forrer Zimmermann Architekten GmbH

Bauingenieur: WKP Bauingenieure AG

Haustechnik: ALCO Haustechnik AG

Elektroingenieur: Gutknecht Elektroplanung AG

Bauphysik: Wichser Akustik + Bauphysik AG